Das Hilfswerk Rushaki

Die Stiftung Mukapasika steht im Dienste der Behindertenhilfe der Pfarrei Rushaki. Mit Nachdruck bemüht sich die Diözese, die sozio-ökonomische Situation ihrer Gläubigen zu verbessern. Mehrere Projekte widmen sich der Lage von Minderheiten. Menschen mit Beeinträchtigungen gehören dazu. Verantwortlich hierfür sind die Schwestern der Kongregation „Soeurs de la Sainte Famille de Bordeaux“.

Organisatorisch ist das Hilfswerk für Personen mit Behinderung dem örtlichen Gesundheitszentrum angegliedert. Den Ordensschwestern obliegt hier primär die Gesundheitsversorgung der ansässigen Bevölkerung.

Auf dem Gebiet der Behindertenhilfe übernehmen die Schwestern zusätzlich ein vielfältiges Aufgabenspektrum. Im konkreten Fall leisten sie die erforderliche Beratung sowie die Begleitung der medizinischen Behandlung. Sie organisieren Krankentransporte und Krankenhausaufenthalte. Sie klären zusammen mit den Beteiligten schulische und berufliche Orientierungen. Das Tageszentrum ermöglicht gemeinsame Treffen, den Austausch von Informationen sowie die Durchführung physiotherapeutischer Maßnahmen. Für eine große Gruppe von jährlich rund 150 Personen übernimmt das Zentrum die Funktion einer zentralen Anlaufstelle im Alltag.

Einblicke in die Tätigkeit des Behindertenwerkes Rushaki

Schon zu Beginn der Einrichtung der Behindertenhilfe in Rushaki entwickelten sich die bis heute bestehenden Strukturelemente. Auszüge aus einem Schreiben von Pater Armand vom 31.12.1990 illustrieren die Funktionsweise der Hilfsorganisation. Der Priester schrieb neben anderem:

„Liebe Freunde, … wie im letzten Jahr wollen wir Euch … danken. Eure Hilfe war unbedingt notwendig, denn die Behinderten sind in einer Lage, dass sie sich aufgrund ihrer Armut selbst nicht helfen können.

Unsere Gruppe trifft sich regelmäßig einmal im Monat, um jeden einzelnen Fall gründlich zu beraten. Wir haben 22 neue Behinderte aufgenommen, d. h. dass wir im Jahr 1990 232 Behinderten helfen konnten.

21 geistig Behinderte wurden alle zwei Monate in das psychiatrische Zentrum in Byumba gebracht, um von Fachärzten behandelt zu werden. Acht geistig Behinderte blieben für längere Aufenthalte im Zentrum für Psychiatrie in Ndera. 23 Körperbehinderte wurden in den Krankenhäusern von Byumba, Kigali, Butare, Mukono, Rbamagana, Remera-Rukona untersucht bzw. behandelt. Zwei Personen erlangten eine Behandlung ihrer Hautkrankheiten.

Insgesamt 46 Krankentransporte haben wir nach Gatagara organisiert. Zwei Blinde besuchen die Blindenschule in Gatagara. Ebenso sind dort drei weitere Behinderte zur Augenoperation. … Die mobile Krankenstation von Gatagara ist im Verlauf des Jahres zweimal bei uns in Rushaki gewesen, vor allem um Kinder zu untersuchen und ihre Gehhilfen zu reparieren (Schuhe, Rollstühle und Krücken). …Wir danken Euch für Eure großzügige Mitarbeit und hoffen, dass Ihr uns auch im kommenden Jahr nicht im Stich lasst.“